#Feminismus Ich bin leider ein bisschen wütend.

Ich bin Feministin.

Dieser Satz bewirkt, dass ganz viele Menschen plötzlich ganz viel über mich wissen.

Dauerunzufrieden, Männerfeindin, humorlos, SternchenschubserIn, untervögelt, nahezu faschistisch…. zu Feministinnen haben eigentlich fast alle Menschen eine Meinung oder eine Vorstellung. Und viele davon sind negativ.

Fast alle Menschen wissen bei diesem Satz wie ich bin und was ich denke – außer mir.

Der Punkt an dem ich anfange mich eine Feministin zu nennen ist gewissermaßen das Resultat einer Entwicklung und einer Erkenntnis.
Nämlich der, dass ich zwar vor dem Gesetz in den meisten Dingen einem Mann gleichgestellt bin, aber deswegen noch lange nicht die gleichen Chancen habe oder frei von Diskriminierung bin.

Zu oft wurde ich auf einer sexualisierten, übergriffigen Ebene angegriffen, haben mir Menschen gewünscht vergewaltigt zu werden und ähnliches, wenn ich mich als Frau politisch geäußert habe.

Zu oft habe ich mich über Werbung geärgert
, in denen die Frau zum Objekt gemacht wird.

Zu sehr geht mir dieses Feigenblatt von Frauenquote auf den Geist, das die GroKo beschlossen hat, mit dem sie sich rühmt obwohl davon genau eine winzige, wenn überhaupt dreistellige Anzahl von Frauen profitiert, aber gesellschaftlich genau garnichts ändert. Entweder ganz oder garnicht bitteschön, aber keine nette Illusion und Entschuldigung um weiterhin nichts zu ändern!

Zu sehr tut es mir weh zu sehen, wie meine Mutter im Alter in Armut leben wird, weil sie 4 Kinder geboren hat.

Zu verletztend ist es, wenn mir die Weiblichkeit abgesprochen wird, weil ich mich angeblich nicht weiblich verhalte. Weil ich mich nicht nett und gefällig und unterwürfig verhalte sondern mich auf die gleiche Stufe wie Männer stelle. Ganz einfach weil ich so erzogen wurde.
Bis ich angefangen habe mich politisch zu engagieren und dabei auch dem ein oder anderen Mann auf die Füße zu treten, habe ich mir nie klargemacht, dass ich damit immer noch eher die Ausnahme als die Regel bin.

Oder auch: Sigmar Gabriel wird gefeiert, wenn er sich 2 Tage frei nimmt, weil sein Kind krank ist, bei Familienministerin Schwesig wird es als Zeichen von Inkompetenz gesehen, wenn sie wegen der bevorstehenden Geburt ihres Kindes unabkömmlich ist.
Es sind ganz unterschiedliche Bereiche in denen Frauen immer noch benachteiligt sind.

Aber wie bin ich nun als Feministin. Wenn ich ehrlich bin: Momentan noch ziemlich ahnungslos. Ich kenn mich mit gender studies nicht aus. Ich weiß nicht wie mensch richtig gendert (geschweige denn denke ich im Alltag daran überhaupt zu gendern). Keine Ahnung welche verschiedenen Theorien es gibt. Ich bin da Anfängerin. Ich bin auch nicht in Besitz der einen Idealen Lösung.

Ich fühle mich am Anfang eines Weges. Und ich weiß, dass der vermutlich nicht erfreulich wird. Denn ja, es gibt massig Vorurteile. Jeder weiß, wie eine Feministin ist und was sie will.

Kürzlich twitterte ich etwas in die Richtung „Wenn Männer begriffen, dass Frauen ihnen nichts wegnehmen wollen, sondern nur die gleichen Rechte wollen…“ Und schon hatte ich eine ganze Anzahl besorgter Männer an der Backe, die sich darüber beklagten, dass Frauen ihnen Jobs und Privilegien wegnehmen wollten.

Echt, ich hätte früher nie damit gerechnet, dass es Männer gibt, die darauf bestehen ihre Privilegien zu behalten und das auch noch zugeben. Also welche, die Frauen aktiv herabsetzen, weil sei meinen, dass sie als Männer was besseres sind.

Und durch einen herablassenden Tweet eines Teenie-YouTubers bekam ich dann noch einen Shitstorm von 15 jährigen Jungs, von denen mir einige dann noch erklären wollten, dass ich als Frau ja wohl in die Küche gehören würde. Muss mensch sich mal vorstellen! Jungs, die halb so alt sind wie ich mit einem Weltbild, das ich in den 60ern vermutet hätte aber nicht 2016! Offenbar müssen wir auch bei der Jugend ansetzen und nicht nur bei den Mittelalten.

All diese Dinge und Erlebnisse sagen mir: Schluss mit nett und Schluss mit sowas lächelnd ertragen. Hab ich keinen Bock mehr drauf.

Es ist ja so einfach einen netten oder sexy Feminismus zu fordern. Einen der Frauen zugestanden ist, der irgendwie nett aussieht und nicht stört. Den mann sich representativ ins Regal stellen kann, sich überlegen fühlen kann und der frau vielleicht ganz generös ein paar Rechte zugesteht. Super. Das funktioniert bestimmt! Nicht.

Ich persönlich bin ja erst zu der Erkenntnis gekommen, dass Feminismus nötig ist, weil eben das nett-sein und das Beleidigungen weglächeln und mit flapsigen Bemerkungen zu kontern nicht funktionieren.
Ich hab keinen Bock mehr Dinge zu ertragen. Oder nett zu sein.

Insofern bin ich leider ein bisschen wütend. Deal with it.

6 Gedanken zu „#Feminismus Ich bin leider ein bisschen wütend.

  1. Nett-Feminismus funktioniert nicht – u.a. auch deshalb, weil dieser auch wieder nur „sexy“ Frauen zuerkannt wird. Alle anderen, die Alten, die „Unattraktiven“, die „Unfuckables“ können nett sein, wie sie wollen. Ihnen wird beim geringsten Anflug von Feminismus Verbitterung und Männerhass unterstellt.

    Lieb sein muss sexy sein …

    … was an sich schon wieder Grund für Feminismus ist 😉

  2. “Wenn Männer begriffen, dass Frauen ihnen nichts wegnehmen wollen, sondern nur die gleichen Rechte wollen…”

    Ich glaube viele Maenner wuenschen sich genau das, gleiche Rechte fuer alle.

    Frauen haben das Recht Vollzeit zu arbeiten. Frauen haben das Recht Informatik zu studieren und viel Geld zu verdienen. Mir faellt halt gerade kein Beispiel ein, welches Recht man den Frauen noch geben kann. Vor dem Gesetz scheinen mir die Geschlechter groesstenteils gleich (mit Ausnahme vom Sorgerecht vielleicht?).

    Was manche Feministinnen scheinbar wollen ist das Recht darauf statistisch gesehen genausooft Vollzeit zu arbeiten wie Maenner. Und das Recht darauf statistisch gesehen genausoviel Geld zu verdienen wie Maenner. Nur ist das kein Recht, sondern eine Zahl. Noch dazu eine Zahl, die von Frauen mehr beeinflusst werden kann als von Maennern (sagen wir, durch ein Informatikstudium oder durch die Entscheidung Vollzeit zu arbeiten).

    Es scheint manchmal fast als haetten viele Frauen weder Interesse an Informatik, noch wollen sie einen Partner der zuruecksteckt waehrend sie arbeiten gehen. Aber vielleicht werden sie auch einfach entsprechend sozialisiert oder von der Gesellschaft gezwungen, das kann man natuerlich nie ausschliessen.

    Ich faends toll, wenn alles 50%/50% waere. Aber dann doch bitte nicht indem wir Quoten in unsere Gesetze verklausulieren, die sich nach dem Vorhandensein dieser oder jener Geschlechtsteile richten.

  3. Disclaimer: Ich bin Maskulist, aehm eigentlich aber auch Feminist, was manche aber nicht wollen, also dann eben ein MaskuFeminist, da ich beide Seiten fuer wichtig halte. Insofern werde ich versuchen beide Seiten auch gleichberechtigt darzustellen. Das dies mir nicht immer gelingen mag, moege man mir verzeihen.

    2. Disclaimer: Ich glaube daran, dass Maenner*/Frauen* also alle Menschen viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Das also Gleichberechtigung und Gesellschaftsveraenderung vor allen Dingen gemeinsam funktionieren kann.

    > Ich bin Feminist
    >Dieser Satz bewirkt, dass ganz viele Menschen plötzlich ganz viel über mich wissen.
    […]
    > Fast alle Menschen wissen bei diesem Satz wie ich bin und was ich denke – außer mir.

    Das geht Juden, Moslems, Christen, Kanadiern, Amerikaner, Deutschen, Maennern, Frauen, Trans* usw. und sogar Maskulisten oder Maennerrechtlern leider aehnlich.

    Wir Menschen neigen leider dazu das Denken zu schubladisieren und aufgrund der Handlung einzelner (die vielleicht etwas lauter oder aggressiver sind) alle in eine Kategorie einzuordnen.

    Die beste Frage, die man stellen koennte ist:

    – Was fuer ein Feminist / Maskulist bist du?
    – Was bedeutet Feminismus / Maskulismus fuer dich?

    Da gibt es riesige Abstufungen.

    Wenn wir aber alle Maenner an den lauten, nervigen, ekligen Exemplaren messen oder alle Feministen an deren extremsten Vertretern, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Welt einfach nur schlecht ist.

    Und das ist sehr schade, denn eigentlich ist es eine sehr schoene Welt.

    > Nämlich der, dass ich zwar vor dem Gesetz in den meisten Dingen einem Mann
    > gleichgestellt bin, aber deswegen noch lange nicht die gleichen Chancen habe oder > frei von Diskriminierung bin.

    – In welcher Hinsicht hast du nicht die gleichen Chancen?
    – Wo wurdest du nur aufgrund deines Geschlechts diskriminiert?

    Ich wuesste das gerne, da es so leichter ist etwas dagegen zu tun. Und ich meine jetzt nicht Statistiken oder andere generelle Dinge, sondern dein ganz persoenliches Erleben.

    > Zu oft wurde ich auf einer sexualisierten, übergriffigen Ebene angegriffen, haben
    > mir Menschen gewünscht vergewaltigt zu werden und ähnliches, wenn ich mich als
    > Frau politisch geäußert habe.

    Im realen Leben oder auf Twitter?

    Auf Twitter herrscht leider ein Unkultur. Das macht es nicht besser, aber entsprechende Drohungen und Beleidigungen sind in den meisten Faellen nicht geschlechtsspezifisch motiviert.

    Wenn es im realen Leben war, dann tut mir das sehr leid.

    > Zu oft habe ich mich über Werbung geärgert, in denen die Frau zum Objekt
    > gemacht wird.

    Ich mich auch. Ich wuenschte mir im Gegenzug mehr Werbung wo Maenner objektifiziert werden obwohl ich nicht schwul bin.

    > Zu sehr geht mir dieses Feigenblatt von Frauenquote auf den Geist, das die GroKo
    > beschlossen hat, mit dem sie sich rühmt obwohl davon genau eine winzige, wenn
    > überhaupt dreistellige Anzahl von Frauen profitiert, aber gesellschaftlich genau
    > garnichts ändert. Entweder ganz oder garnicht bitteschön, aber keine nette Illusion > und Entschuldigung um weiterhin nichts zu ändern!

    100%-ige Zustimmung!

    > Zu sehr tut es mir weh zu sehen, wie meine Mutter im Alter in Armut leben wird,
    > weil sie 4 Kinder geboren hat.

    Die Rente ist heutzutage ein grosses Problem. Zustimmung. Allerdings ist das nicht auf das Geschlecht beschraenkt.

    Selbstverstaendlich konnte jemand mit 4 Kindern unregelmaessieger in die Rentenkasse einzahlen und ich waere sofort dafuer Elternzeit rentenmaessig vom Staat anerkennen zu lassen.

    > Oder auch: Sigmar Gabriel wird gefeiert, wenn er sich 2 Tage frei nimmt, weil sein
    > Kind krank ist, bei Familienministerin Schwesig wird es als Zeichen von
    > Inkompetenz gesehen, wenn sie wegen der bevorstehenden Geburt ihres Kindes
    > unabkömmlich ist.
    > Es sind ganz unterschiedliche Bereiche in denen Frauen immer noch benachteiligt > sind.

    Das finde ich ein schwieriges Beispiel:

    Die Kritik an Schwesig war meiner Ansicht und wie ich es mitbekommen habe eher, dass sie „alles unter Kontrolle haben will“ (im uebertragenen Sinne) aber gleichzeitig nicht zur Verfuegung steht. Kontrolle ist ein moegliches Werkzeug, Delegation ein anderes. Kontrolle und Abwesenheit fuehren im allgemeinen zu Problemen.

    Das wuerde ich bei einem Mann genauso kritisieren.

    Gleichzeitig wird ein positives Bild von Vaetern (und auch Muettern) dringend benoetigt. Insofern kann man es sicher auch als Vorbildfunktion begruessen, wenn ein Vater / eine Mutter sich trotz sehr stressigem Job um das kranke Kind kuemmert und die Frau / den Mann zu Hause nicht im Stich laesst.

    Nehmen wir eine klassisch (im sinne von altmodische) verteilte Arbeiter-Familie, wo der Mann arbeitet und die Frau das Kind huetet (ohne Wertung). Der sieht jetzt, dass sogar der Vize-Kanzler sich freinehmen kann um sich ums Kind zu kuemmern. Das kann er nicht nur bei der naechsten Krankheit des Kindes als Argument fuer den Chef nehmen, sondern es mag ihn vielleicht auch ermutigen, dass auch er zustaendig ist.

    In dem Fall hilft es also eher der Emanzipation der Geschlechter aus den klassischen Geschlechterrollen hinauszukommen.

    Ich denke es waere natuerlich noch positiver gewesen auch Artikel ueber die super Vereinbarkeit von Kind + Beruf zu schreiben und wie gut Schwesig das hinbekommt.

    > Ich fühle mich am Anfang eines Weges. Und ich weiß, dass der vermutlich nicht
    > erfreulich wird. Denn ja, es gibt massig Vorurteile. Jeder weiß, wie eine Feministin
    > ist und was sie will.

    Warum muss er nicht erfreulich sein? Wieso kann es nicht auch ein toller schoener Weg sein?

    > Kürzlich twitterte ich etwas in die Richtung “Wenn Männer begriffen, dass Frauen
    > ihnen nichts wegnehmen wollen, sondern nur die gleichen Rechte wollen…” Und
    > schon hatte ich eine ganze Anzahl besorgter Männer an der Backe, die sich darüber beklagten, dass Frauen ihnen Jobs und Privilegien wegnehmen wollten.

    „Wenn Frauen begriffen, dass Maenner ihnen nichts wegnehmen wollen, sondern nur die gleichen Rechte wollen …“

    Genau das gleiche erleben viele Maskulisten auch. Gerade im Familienrecht gibt es derzeit einige Probleme, worunter auch Frauen (naemlich die neuen Frauen der alten Vaeter) oder Kinder (die mehr Bezug zum Vater haben wollen) leiden.

    Deshalb glaube ich auch, dass der wahrlich gluecklich machende Weg am Besten gemeinsam geht, denn so koennen alle Interessen gewahrt werden.

    Veraenderung fuehrt in den meisten Faellen erstmal zu Widerstand.

    Ich denke ein Punkt ist hier auch die Formulierung, denn „boese“ gelesen koenntest du den Maennern unterstellen (so wie ich das oben bei den Frauen gemacht habe), dass sie zu bloed sind um dass zu verstehen, was der Feminismus wirklich moechte.

    Damit erhoehst du – meiner Ansicht nach – leider den Widerstand nur und koenntest dir damit eine selbsterfuellende Prophezeihung schaffen. So wie ich auch, wenn ich das gleiche im richtigen Kontext bei Frauen schriebe. Womit nicht gesagt ist, dass diese nicht anderes reagieren wuerden.

    > Echt, ich hätte früher nie damit gerechnet, dass es Männer gibt, die darauf
    > bestehen ihre Privilegion zu behalten und das auch noch zugeben. Also welche, die
    > Frauen aktiv herabsetzen, weil sei meinen, dass sie als Männer was besseres sind.

    Hier machst du die Annahme, dass Maenner mehr Privilegien als Frauen haben und damit in gewisser Weise etwas „Besseres“ waeren – wovon ich _nicht_ ausgehe.

    Es gibt sicherlich Bereiche, wo Maenner priviligiert sind und es gibt Bereiche, wo Frauen priviligiert sind.

    Und insgesamt sind wir sicherlich gemeinsam 100x priviligierter als vor 200 Jahren.

    Selbstverstaendlich gibt es auch heute noch welche die sich als etwas Besseres – nur aufgrund des Geschlechts – fuehlen.

    Aber es gibt auch Feministen, die sich als was Besseres als Maskulisten fuehlen, es gibt Maskulisten, die sich als was Besseres als Feministen fuehlen, es gibt Frauen, die sich als was Besseres als die „bloede Kuh aus der 3. Abteilung“ fuehlen und es gibt Maenner, die sich als was Besseres als der „bloede Arbeiter“ fuehlen.

    Und auch hier wieder: Wenn du konkret herabgesetzt wurdest, so tut mir das sehr leid.

    > Und durch einen herablassenden Tweet eines Teenie-YouTubers bekam ich dann
    > noch einen Shitstorm von 15 jährigen Jungs, von denen mir einige dann noch
    > erklären wollten, dass ich als Frau ja wohl in die Küche gehören würde. Muss
    > mensch sich mal vorstellen! Jungs, die halb so alt sind wie ich mit einem Weltbild,
    > das ich in den 60ern vermutet hätte aber nicht 2016! Offenbar müssen wir auch
    > bei der Jugend ansetzen und nicht nur bei den Mittelalten.

    Das ist in der Tat sehr traurig. Zumindest in meiner Generation – bin auch ca. doppelt so alt wie der – habe ich insgesamt einen grossen Respekt vor Frauen erlebt. Es gab Abweichler, ja, aber im grossen und ganzen gab es niemand mehr der so dachte, wie es meine Grossmutter noch erlebt hat.

    Das ist auch umso verwunderlicher, da ja die Schule enorm viele weibliche Lehrkraefte hat, insofern ja Feminismus ein wichtiges Thema sein muesste. Wieso schafft die Schule es nicht den Respekt vor Frauen beizubringen?

    In einem anderen Artikel hiess es, dass insbesondere Unterschichtenkinder (keine Wertung, nur statistisch gesehen) Frauen vor vornherein nicht akzeptieren. Dazu gehoeren auch Migrantenkinder (auch hier keine Wertung).

    Der Artikel erlaueterte dann, dass wenn der maennliche Betreuer ihnen das mit dem Respekt erklaert hat, dass es dann viel besser aufgenommen wurde.

    Insofern koennten tatsaechlich maennliche Lehrkraefte viel fuer den Feminismus tun.

    Auch hier komme ich wieder der Schluss, dass es wichtig ist zusammenzuarbeiten.

    Das funktioniert aber meiner Ansicht nach nicht, wenn man von vornherein davon ausgeht, dass die Feministen / die Maskulisten / die Maenner / die Frauen ja sowieso „priviligiert“ sind und damit der „Feind“.

    Denn das wird wenige Maenner motivieren beim Feminismus mitzumachen und wenige Frauen beim Maskulismus mitzumachen.

    > All diese Dinge und Erlebnisse sagen mir: Schluss mit nett und Schluss mit sowas
    > lächelnd ertragen. Hab ich keinen Bock mehr drauf.

    Sei wie du sein willst :).

    > Insofern bin ich leider ein bisschen wütend. Deal with it.

    Prima :).

    Ich wuensche dir, dass du auf deiner Reise des Feminismus viele spannende Leute kennen lernst.

    Ich wuensche dir auch, dass du nicht der Versuchung erliegst eine Opferrolle anzunehmen, die Welt nur noch durch die Diskriminierungsbrille betrachtest oder sie als einen gefaehrlichen Ort und alle Maenner oder Frauen als „problematisch“ anzusehen.

    Es gibt meiner Erfahrung nach solche und solche. Oft sind es die Lauten, die wir wahrnehmen und die unser Bild praegen, aber das ist meistens nicht die Mehrheit.

    Und ich wuensche dir auch, dass du deinen Feminismus – sofern du das moechtest – als starke unabhaengige EMPOWERTE Frau (oder Mann ggf.) leben kannst, die sich ihre eigenen Lebenswuensche erfuellt und ihren Weg geht.

    Liebe Gruesse,

    Hans

  4. Wenn Feministinnen nur begriffen, dass eine Formulierung wie „Wenn Männer nur begriffen…“ pauschalisierend impliziert das Männer nicht fähig sind etwas zu verstehen, etwa, weil sie zu dumm oder begriffsstutzig sind. Wenn Feministinnen dies begriffen, würden sie sich nicht wundern, dass da keine netten Antworten kommen.

    Tatsächlich glaube ich die meisten Feministinnen begreifen sowas, aber eben nicht alle.

  5. Wie schön wenn Frauen Feminismus für sich entdecken und sich das noch öffentlich äußern trauen! Richtig wohltuend unter all den „Wer-braucht-heute-noch-Feministinnen-Gelabere“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.