Als Frau musste so sein. Alltagsbeobachtung.

Ich bin ja per se eher Moppel als Model.
Meistens nehm ich Richtung Sommer hin ab und Richtung Winter wieder zu.
An sich: Alles nicht so tragisch.

Spannend aber an der ganzen Sache ist es zu beobachten, wie sich mit dem Gewicht auch die Reaktionen der Menschen im Alltag ändern.

Je schlanker du bist, desto freundlicher werden sie. Desto weniger wirst du in Geschäften einfach mal ‚übersehen‘ und desto zuvorkommender wirst du behandelt. Desto mehr wirst du tatsächlich angelächelt. So absurd das klingt.
Aber das sagt viel über die Gesellschaft aus.

Wenn du nicht schlank bist, dann nimmst du Raum ein. Grade als Frau wird dir das aber nicht zugestanden. Du giltst dann gerade zu als dreist. Natürlich auch als faul und undiszipliniert. Nicht zu vergessen, dass es gesellschaftlich akzeptiert ist dich zu beschimpfen und Witze über dich zu machen.

Übrigens ist das Phänomenen ähnlich dem, was ich erlebe, wenn ich mich als Frau politisch äußere und Raum in einer Diskussion einnehme. Auch das ist gesellschaftlich noch nicht vollständig akzeptiert.
Du sollst möglichst wenig Raum einnehmen. In der Umwelt und in Diskussionen. Stattdessen sollst du hübsch sein, schlank und gefällig.

Das irrste ist übrigens: Seit Anfang des Jahres begegnen mir Leute trotz Moppeligkeit merkbar freundlicher. Seit ich nämlich meine Haare blond gefärbt habe. Und das verstört mich fast noch mehr.

2 Gedanken zu „Als Frau musste so sein. Alltagsbeobachtung.

  1. Den ersten teil kenne ich auch, den zweiten nicht (ich hatte noch nie blonde Haare), ist ja krass! Finde deinen Blog super und hoffe er wächst noch weiter!

    1. Aww freut mich, wenn Menschen interessiert was ich schreibe 🙂
      Na, wachsen wird er auf jeden Fall… immer wenn mich ein Thema interessiert und ich meinen Senf dazu geben mag 😉

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