Ruhrpott Sightseeing – Freilichtmuseum Hagen

Hagen in Westfalen. Was fällt euch zu dieser Stadt ein?
Meine Antworten wären eigentlich irgendwas zwischen „strukturschwach und verbaut“ und „ich arbeite da halt“.
Aber wie viele Städte im Ruhrgebiet hat auch Hagen überraschend reizvolle Ecken, die einen Ausflug wert sind.

Eine dieser Perlen ist das Freilichtmuseum Hagen.
Dieses haben meine bessere Hälfte und ich am vergangenen Wochenende besucht.

Während sich viele Freilichtmuseen eher mit der bäuerlichen Kultur beschäftigen, legt dieses, passend zur Lage in der Peripherie des Ruhrgebietes, den Schwerpunkt auf Industrie.

Über 40 Handwerks- und Industriewerkstätten wurden im Mäckinger Bachtal rekonstruiert. Viele von ihnen werden zu Anschauungszwecken auch noch betrieben und einige der Erzeugnisse können im rekonstruierten „Kolonialwarenladen“ oder im modernen Museumsshop am Eingang auch erworben werden.

Vorführungen konnten wir bei unserem Ausflug beispielsweise im Hammerwerk, in der Sensenschmiede und in der Seilerei erleben. Diese waren allesamt auch sehr kinderfreundlich und humorvoll gestaltet.
Die Kinderfreundlichkeit zeigt sich auch in einem großen Wasserspielplatz und eigens für Kinder konzipierte Ausstellungsabschnitte.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass trotz der Lage ‚bergauf‘ und den alten Häusern darauf wertgelegt wurde möglichst große Teile der Anlage für körperbehinderte Menschen barrierefrei oder zumindest barrierearm zu halten. Dies ist bei kleinen Fachwerkhäusern natürlich nicht immer machbar, eine auf der Internetpräsenz des Museums downloadbare Karte zeigt aber, welche Werkstätten und Ausstellungsräume in welchem Maße auch für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich sind.
Allerdings sollten Besucher*innen bedenken, dass auf dem Gelände einige Anstiege überwunden werden müssen, auch wenn diese Stufenfrei gestaltet sind.

Das Freilichtmuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Mischung aus lehrreichem Museum, Fachwerkidyll und grüner Natur ist sehr reizvoll. Und wer am oberen Ende des Geländes angekommen ist, kann dort ein ‚Mäckinger‘ Craftbier aus der museumseigenen Brauerei genießen oder sich mit einem Stück Kuchen stärken.

Der Eintritt in das Freilichtmuseum Hagen kostet für Erwachsene 7€, welche gut angelegt sind.

Einige Impressionen:

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Den Ausflug beendet haben wir übrigens mit einem leckeren Mal bei „Hans im Glück“ in der Hagener Innenstadt, wo es seit einigen Wochen eine Filiale der Burgerkette gibt. Hier kommen auch vegane Burgerfans auf ihre Kosten!

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