Reisetagebuch – FrauMaja unterwegs

Kaum ist man im Urlaub und hat das Gefühl, dass langsam die Erholung eintritt, da ist er auch schon wieder vorbei! Und ich wieder mittendrin im Büro-Alltag.

Aber in den zwei Wochen habe ich mit meinem Liebsten doch einige schöne Ausflüge gemacht, von denen ich euch erzählen möchte!

Burgruine Regenstein im Ostharz

Die Burgruine liegt da, wo Deutschland noch so Deutsch ist, dass die AfD bei den Landtagswahlen bis zu 26% bekam und es Pensionen namens Asgard und in Vorgärten gehisste Reichskriegsflaggen gibt.
Von derlei braunen Flecken mal abgesehen ist die Gegend aber landschaftlich sehr schön und ruhig.

Die Burgruine liegt bei Blankenburg in Sachsen-Anhalt, wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut und später von den Preußen zur Festung ausgebaut. Nachdem sie von den Franzosen erobert und wenige Monate später zurückerobert wurde, sprengten die Preußen das Pulverlager 1758 und damit die gesamte Burg. Zurück blieben nur die in den Felsen getriebenen Höhlen und Anlagen, die es heute noch zu besichtigen gibt.
Dazu findet man einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft und ein Ausflugslokal mit den wohl desinteressiertesten Bedienungen Deutschlands vor (Sie haben uns jedenfalls weder beachtet noch bedient.)

Fazit: Burgruine und Ausblick top, statt der Gastwirtschaft lieber ein paar Stullen mitnehmen.
Infos:
http://www.blankenburg-tourismus.de/de/burg-festung-regenstein.html

Amsterdam

Amsterdam geht natürlich immer! Es ist einfach eine meiner Lieblingsstädte. Nicht zu groß aber dafür bunt und freundlich. Zufälligerweise war an dem Tag, als wir dort waren grade EuroPride, also die Amsterdamer Ausgabe des Christopher Street Days. Und passend zum Image der Stadt war eigentlich ALLES in Regenbogenfarben getaucht. Überall Regenbogenfahnen und fast jedes Geschäft dementsprechend dekoriert.
Und als wir zum Anne Frank Haus wollten um uns auch der dunkleren Zeit in Amsterdams Geschichte zu erinnern landeten wir stattdessen mitten im kunterbunten Pride-Chaos. Denn, irgendwie auch logisch für eine Stadt wie Amsterdam, findet dort die Prideparade auf Booten statt und führt über die Grachten.

Fazit: Amsterdam zur Europride ist noch bunter und noch liebenswerter – einfach toll!

Remember #AnneFrank

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Prag

Ich habe Prag tatsächlich erlebt ohne Bier getrunken zu haben. Ich bin eine schlechte Touristin!
Wir hatten uns in ein günstiges Hotel außerhalb des Zentrums eingemietet von dem aus eine Straßenbahn mitten ins Zentrum fuhr. Dort sind wir durch die Straßen gewandert, über die Karlsbrücke flaniert, die Treppen hoch zur Prager Burg hochgestiegen und haben home-made Lemonade getrunken, die in den Cafés der letzte Schrei zu sein scheint.

Prag ist eine sehr große und sehr schöne Stadt. Allerdings für meinen Geschmack zu voll und zu reizüberflutend.

Leider war der alte jüdische Friedhof geschlossen, sodass ich nicht auf die Suche nach Rabbi Löws Golem gegen konnte.

Dafür haben wir uns den neuen jüdischen Friedhof angesehen, auf dem man das Grab von Franz Kafka besuchen kann und dessen Efeu überwucherte Gräber wunderschön verwunschen sind.
Ich bin gerne auf Friedhöfen, weil sie den Trubel der Stadt ausschließen und einen zur Ruhe kommen lassen.
Viele Inschriften auf den Gräbern auf diesem Friedhof sind auf Deutsch und erinnern an das ehemals lebendige jüdische Leben in Prag.
Die Gedenktafeln an der Friedhofsmauer, die an die Menschen erinnern, die in Konzentrationslagern ermordet wurden, zeugen dagegen von dem jähen Ende der jüdischen Gemeinde und machen sehr nachdenklich.

Für Pflanzenesser wie mich muss man in Prag suchen um etwas zu finden was nicht Pommes ist. Wir haben aber einen tollen Imbiss namens ‚Vegan City‘ gefunden, wo man preisgünstig und lecker essen kann.

Fazit: Prag hat mich mit Eindrücken überfordert. Aber auf dem Friedhof konnte ich zur Ruhe kommen.

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Dresden

Auf dem Heimweg von Prag haben wir noch in Dresden Halt gemacht, weil ich dort vorher auch noch nie war, und sind ein Stündchen rund um die Frauenkirche spaziert und haben etwas gegessen.

Ich muss sagen: An sich ist die Stadt einfach traumhaft schön.
Und nicht so überlaufen. Letzteres dürfte aber auch daran liegen, dass es in Dresden aber eben auch jeden Montag diese hässliche Seite gibt, wenn Pegida aufmarschiert. Dafür, dass wir an einem strahlenden Sonntagnachmittag da waren und grade in der Stadt ein Radrennen stattfand, waren erstaunlich wenige Menschen unterwegs. Und das Publikum war gefühlt auch weniger international als in anderen Touristenstädten. Woran das wohl liegt?

Dafür waren die Burger von der ‚Burgerei‘ direkt im Schatten der Frauenkirche wirklich sehr schmackhaft.

Fazit: Eine wirklich wunderschöne Stadt mit einem langen, dunklen Schatten, der unübersehbar ist, wenn man von ihm weiß.

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Alle Bilder zu meinen Ausflügen und Reisen findet ihr auf meinem Instagram-Account: https://www.instagram.com/frlmaja/

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